Infrastrukturelle Probleme in Stuttgart
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Eine “Autostadt auf dem Weg zur Bürgerstadt”, unter dieser Überschrift gestalten sich Exkursionen von Studenten und Dozenten in die Stadt Stuttgart.
Der Blick auf die Innenstadt zeigt einen Teil des Cityrings, der von dem hohen Verkehrsaufkommen manchmal fast zu ersticken droht. Schon seit Ende des Zweiten Weltkrieges arbeitete man hier daran, eine autogerechte Stadt zu schaffen. Ein Vorsatz, der sich immer noch dominant zeigt, diesen Eindruck unterstützen dir zahlreichen Tiefgaragen, die rundherum über den Baublöcken liegen.
Veronika Kienzle von den Grünen, Bezirksvorsteherin von Mitte, setzt sich seit ihrem Amtsantritt nun dafür ein, diese Gewichtung wieder zu Verschieben. Das soll gleichermaßen Zugunsten der Radfahrer und auch der Fußgänger innerhalb der Stadt erfolgen. So könnte beispielsweise die Fläche des derzeitigen Parkhauses viel vorteilhafter in Form neuen Wohnraums genutzt werden. Zurzeit jedoch und noch weiterhin bis in das Jahr 2023, besteht noch der Mietvertrag mit dem Betreiber des Züblin-Parkhauses.
Die Frage um den zukünftigen Städtebau bringt jedoch auch Diskussionen über den Wert verschiedener Bauepochen mit sich. So finden sich historische Zentren wie beispielsweise die Leonhardskirche, eingepfercht zwischen Parkhäusern.
Doch scheinbar ist die Lage der Stadt eine Frage der Perspektive, könnte man doch bemerken, dass die Verkehrslage in asiatischen Metropolen deutlich schlimmer aussieht.
Unmittelbar entlang des Cityrings, werden die Fußgänger zumeist unterirdisch weiter geführt oder aber müssen sich auf Wartephasen an Ampeln einstellen, die sich über drei Minuten ziehen. Wer also genug Geduld mitbringt, kann mittlerweile zumindest die Unterführungen umgehen. Auch Radfahrer haben hier ihre Schwierigkeiten, wenn sie sich über Kreuzungspunkte wie den Wilhelmsplatz bewegen wollen. An solchen Punkten, an denen sich das Chaos sammelt, haben sich sogar schon Künstler versucht. So zählte man insgesamt 120 Verkehrsschilder, die ein klares Zeichen dafür sind, dass auch in naher Zukunft das Auto hier vorherrschend sein wird.
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