Der Berliner Mietspiegel steigt
0 Kommentare

Berlin Kreuzberg von Sterneck/Flickr.com
Bald steht eine nächste Wahl in Deutschland an. Dabei handelt es sich um die Wahl in Berlin bei der das neue Parlament und der Oberbürgermeister bestimmt wird, wobei der Bürgermeister natürlich nicht vom Volk direkt gewählt, sondern von der Partei gestellt wird. Als Spitzenkandidaten gehen dabei der amtierende OB Klaus Wowereit von der SPD und die Herausforderin von den Grünen Renate Künast ins Rennen. Es wird ein enger spannender Wahlkampf erwartet und der Ausgang scheint noch recht offen zu sein, wobei Wowereit wohl eine kleine Favoritenrollen einnimmt.
Ein zentrales Thema des Wahlkampfes sind die Mietpreise in Berlin. So sieht man diverse Wahlplakate in denen es um den Kamp gegen die Erhöhung des Mietpegels geht. So wird beispielsweise vor dem “Miet-Wild-West” gewarnt. Doch man darf gespannt sein ob es sich dabei nur um reinen Wahlkampf handelt oder ob wirklich etwas in diese Richtung unternommen wird. Denn vor allem die SPD und Die Linke setzen sich laut Wahlwerbung für die Mieter und gegen die Erhöhung ein. Dies ist allerdings erstaunlich, da diese nun schon einige Amtszeiten als regierende Parteien hinter sich haben und sich in diesem Bereich bisher gar nicht engagiert haben. Ganz im Gegenteil: So verkündete Wowereit auf einer Podiumsdiskussion, dass man sich daran gewöhnen müsse, dass Berlin nun einmal teurer wird und man nichts gegen diesen natürlichen Verlauf unternehmen wird.
So sind mittlerweile viele Berliner mit geringem Einkommen oder dem Erwerb von Hartz IV darauf angewiesen die Innenstadt zu verlassen und an den Rand oder in weniger attraktive Bezirke wie Marzahn-Hellersdorf oder Spandau zu ziehen. So muss ausdrücklich vor einer räumlichen Selektion gewarnt werden, da eine Ghettosierung droht und somit den Schritt der laut UN-Konvention geplanten Inklusion erheblich erschwert, wenn nicht sogar unmöglich macht.
« Liebe deine Stadt – Projekt in Köln Aktuelle Beiträge
Was ist Gentrifizierung? »